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Einsatzstelle Innsbruck Stadt - Tiroler Bergwacht

Schwerpunkte unserer Arbeit

Naturschutz

Die Überwachung des Tiroler Naturschutzgesetzes ist seit mehr als 75 Jahren die Aufgabe der Bergwacht. Damals wurden vor allem Pflanzen- und Christbaumkontrollen durchgeführt. Heute ist es der Fahrzeugverkehr in den Schutzgebieten und die illegale Errichtung von Wegen und Hütten außerhalb geschlossener Ortschaften die uns Sorgen bereiten. In Innsbruck legen wir unser Hauptaugenmerk auf die Kontrolle der sieben Schutzgebiete. Um die dortige Fauna und Flora und somit auch die Naherholungsgebiete von Innsbruck zu schützen, führen wir unabhängig vom Wochentag und Tageszeit Kontrollen durch.
Neben dieser Tätigkeit liegt uns die Erhaltung der zahlreiche Naturdenkmäler am Herzen.
Die Tätigkeit der Bergwächter ist nicht einfach. Sie verlangt Wissen, Einfühlungsvermögen aber auch eine gewisse Leidensfähigkeit, denn nicht immer hat es der Bergwächter mit verständnisvollen und höflichen Mitbürgern zu tun.

Feldschutz

Die Kontrolle des Tiroler Feldschutzgesetztes ist auch ein Schwerpunkt unserer Einsatzstelle. Gerade in den Stadtteilen Arzl, Amras, Kranebitten und Igls sind noch viele bäuerliche Betriebe beheimatet. Um die landwirtschftlichen Kulturflächen vor Beschädigungen und Zerstörung zu schützen, führen wir vor allem in der Vegetationszeit Kontrollen durch. Dabei legen wir unser Augenmerk auf den Diebstahl von Feldfrüchten und das Abstellen von Fahrzeugen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen.
Insbesondere bei Veranstaltungen im Tivolistadion haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Felder der Umgebung oft als Parkplätze herhalten müssen.

Abfallwirtschaft

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Kontrolle dieses Gesetzes immer notwendiger geworden ist. Es vergeht leider kein Dienst, bei dem nicht mindestens eine illegale Müllablagerung von uns entdeckt wird. Oft enthalten diese Ablagerungen Gefahrengut (Altöl, Chemikalien usw.) und stellen so eine Gefährdung für Mensch und Umwelt dar. In solchen Fällen reagieren wir sofort und informieren die Berufsfeuerwehr Innsbruck. Wir sind natürlich bemüht die Verursacher auszuforschen und bei der Behörde anzuzeigen.Trotz des in der Rossau befindlichen Recyclingcenters ist dieser Stadtteil besonders arg von Umweltsünden betroffen. Unzählige Autowracks und Ablagerungen sorgen nicht nur für eine Verschandelung des Ortsbildes, sondern auch für die Gefährdung des Grundwassers. Aber auch in anderen Teilen unserer Stadt ist der Anblick von abgestellten Kühlschränken, vor sich hinrostende Autos und weggeworfenen Müll keine Seltenheit mehr.
Um diesem Treiben Einhalt gebieten zu können sind wir verstärkt in Zivil und am Abend unterwegs.

Camping

Seit dem Jahr 2003 ist die Tiroler Bergwacht für die Überwachung des Tiroler Campinggesetzes zuständig. Dieses Gesetz besagt unter Anderem, dass die Nächtigung in mobilen Unterkünften außerhalb von Campingplätzen verboten ist.
Die Landeshauptstadt Innsbruck hat im gesamten Stadtbereich nur einen Campinglatz. Dies hat zur Folge, dass unzählige Touristen mit ihren Wohnmobilen im Innenstadtbereich nächtigen.
Illegal entsorgte Campingklos, hinterlassener Müll und nicht zuletzt die Parkplatznot der Anrainer haben zu einem untragbaren Zustand geführt.
Die Bergwacht Innsbruck führt vor allem in den späten Abendstunden Kontrollen durch. Diese Tätigkeit hat gezeigt, dass der Großteil der Camper sehr wohl von diesem Verbot weiß, aus Kostengründen aber auf die Übernachtung am Campingplatz verzichtet.
Wir sind bemüht, die "goldene Mitte" zwischen strafen und aufklären zu finden. Die Bergwächter haben natürlich Verständnis für Urlauber die spät in der Nacht in Innsbruck angekommen sind und den Campingplatz noch nicht gefunden haben. All jene die aber trotz Abmahnung weiterhin auf Innsbrucks Straßen campen müssen mit einer Strafe rechnen.


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